Sean o‘ Branagan » The legend of the 18th of January (8:48)

Namhafte Historiker haben tief in den Archiven der Brauereien dieser Welt recherchiert und sind in Irland, irgendwo in einem Pub in Kilkenny, auf ein mysteriöses Notenblatt gestoßen, auf das in wahrscheinlich trunkenem Zustand jemand vor langer Zeit ein Lied gekritzelt hat. Soweit nicht aufregend, aber alt! Das Lied hat den Titel „The legend of the 18th o‘ January“, und nach unzähligen wissenschaftlichen Untersuchungen steht nun fest: Es ist keine Fälschung! Überliefert und rekonstruiert sind nun 5 Strophen des wohl ursprünglich noch viel umfangreicheren Werkes, das Experten mittlerweile in eine Reihe mit dem Fund der Qumran-Rollen, der Entdeckung von Atlantis, der Formulierung der Relativitätstheorie sowie mit dem Fund der verschollen geglaubten „Gina Wild macht es derb und deftig in Wanne-Eickel“-Filme stellen.

Glücklicherweise konnten die namhaften Historiker, denen demnächst wohl der Nobelpreis winken wird, zwei nicht minder namhafte Musiker (denn Namen haben sie unzählige: „The Gay Teens of January“, „The Gallant Asthmatic Yachtsmen“, „It Takes 2“, „die 2 Deppen vom Dienst“ etc.) mit relativ wenig Bier davon überzeugen, dass die Welt eine Neuaufnahme dieses Werkes, das schon jetzt in einem Atemzug mit Beowulf, der Nibelungensage, der Ilias sowie den Kindern von Bullerbü genannt wird, äh, braucht. Ja, das tut sie.

Also schickten sich die beiden uns bekannten Musiker an, sich zunächst einmal wieder neue Namen geben: Sean o‘ Branagan und Michael Mc Mootch heißen sie nun, und sie haben irisches Blut in ihren Adern entdeckt. Nicht nur das: Auf einmal denken sie auch, sie könnten Gitarre und Akkordeon spielen. Na ja … Das Ergebnis ist trotzem hörenswert: In „The legend of the 18th o‘ January“ halten sie sich strikt an die Original-Instrumentierung und lassen allen Synthesizer-Schnickschnack einmal weg, um Fideln, Flöten und Bodhran den Vortritt zu lassen. Die fünf überlieferten Strophen erzählen die Geschichte einer Liebe, die zunächst unmöglich scheint, doch am 18. Januar wird schließlich alles gut. Wie auch sonst. Sean o‘ Branagan singt die Verse mit solch einer Hingabe, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Weiterhin werden in dem Song der Alkohol und die Vielweiberei gepriesen, was wohl auch dazugehört.

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Veröffentlicht in 18J, Songs

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