The Gay Teens of January » Merry 18th of January (6:09)

Bevor es zur Produktion dieses monumentalen Werkes kam, mussten einige essenzielle Dinge geschehen: Zunächst einmal musste nämlich die Boygroup „The Gay Teens of January“ zusammengestellt werden. Zu diesem Zweck veranstalteten die Betreiber von 18J Records ein Casting, von dem sich die Macher des albernen RTL2-Popstars-Karnevals mal ein Scheibchen abschneiden könnten. Zunächst luden Sebastian Stein und Michael Bohlen nämlich ca. 2000 weibliche Gesangsdebütantinnen in ihr Studio, wo sie entschieden, ob diese für die harte Welt des Showbiz geeignet schienen bzw. ob sie auf ein Leben als Popp-Star vorzubereiten. Nachdem das Vorhandensein von entsprechenden Talenten auf Mark und Bein, Herz und Nieren und einige weitere Körperteile geprüft worden war, schickten die beiden 18J-Geschäftsführer die Mädels in die Wüste und entschieden, dass es nun an der Zeit sei, die Leute zu casten, mit denen sie den Song wirklich aufnehmen wollten. Da sollten nämlich gar keine Frauen mitsingen, aber das Casting hat trotzdem Spaß gemacht.

Zu dem zweiten Casting wurden zwei stadtbekannte Heckenpenner eingeladen, denen die beiden Multimilliardäre eine bessere Zukunft in Aussicht stellen wollten. Wie nobel. Zum Glück vereinten die beiden einzigen Kandidaten drei für das Bestehen in einer zusammengecasteten Boygroup extrem wichtige Attribute: Sie sind so sexy, dass weder Männlein noch Weiblein widerstehen können, ihre Stimme sind wie Engelschöre so fein und sie sind doof wie Bohnenstroh. Also nix wie ran ans Werk:

Michael Bohlen erstellte mit Propellerhead’s Reason (es sei gepriesen!) ein verträumtes kleines Musikstück, irgendwo zwischen Take That, Michael Jackson und Marianne & Michael. Vielleicht ist es der erste neuzeitliche Pop-Song mit einem Mellotron-Chor, aber wenigstens enthält es die obligatorische große-Sekunden-Rückung und ein Zitat aus Lou Reed’s „Perfect Day“.

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Veröffentlicht in 18J, Songs
2 comments on “The Gay Teens of January » Merry 18th of January (6:09)
  1. […] Mitch und Seb reichten also kurzerhand die eigens erdachte Hymne auf den 18. Januar („We wish you a merry 18th of January“) beim deutschen Rock- und Pop-Preis ein, wo sie zum Vorsingen eingeladen wurden. Wie sich […]

  2. […] das musste erstmal verdaut werden! Denn seit 2002 gehört eine CD schon zum 18. Januar wie ein Feuerwerk zu Silvester! Nun, der Schock saß tief, […]

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